Wanderstöcke reduzieren die Kniebelastung um bis zu 30%, verbessern Balance und Tempo. Aber falsch eingestellt oder falsch eingesetzt bringen sie wenig. Dieser Ratgeber erklärt alles was du wissen musst.
Wanderstöcke richtig einstellen
Goldene Regel: Arm im 90°-Winkel (Ellbogen = 90°), dann ist die Länge korrekt. Der Unterarm zeigt waagerecht zum Boden wenn der Stock aufgesetzt ist.
- Bergauf: 5–10cm kürzer als die Grundlänge
- Bergab: 5–10cm länger als die Grundlänge
- Quergang: Berg-seitiger Stock kürzer, Tal-seitiger länger
Carbon vs. Aluminium
| Eigenschaft | Carbon | Aluminium |
|---|---|---|
| Gewicht (Paar) | 200–350g | 350–600g |
| Bruchverhalten | Bricht (keine Vorwarnung) | Verbiegt sich (Vorwarnung) |
| Vibrationsdämpfung | ★★★★★ | ★★★☆☆ |
| Preis | 80–200€ | 30–100€ |
| Für wen? | Leichtgeher, Profi | Einsteiger, Gelegenheit |
Teleskop vs. Faltstock
- Teleskopstock: Stufenlos einstellbar, robust, einfach — ideal für die meisten Wanderer
- Faltstock: Sehr klein verpackbar (40–45cm), leichter — ideal für Läufer und UL-Wanderer
Richtige Technik
- Handgelenk von unten durch die Schlaufe führen — nicht einfach drübergreifen
- Stock mit lockerer Hand halten — die Schlaufe trägt das Gewicht
- Stöcke diagonal einsetzen: linker Stock = rechtes Bein
- Bergab: Stöcke vor dem Körper aufsetzen für Bremswirkung
Kaufratgeber — worauf achten?
- Gewicht: Unter 300g/Paar für Tagestouren, unter 200g für UL
- Griff: Kork (schwitzt nicht), Schaumstoff (weich), Gummi (kalt)
- Verriegelung: Twist-Lock (schnell) vs. Klemme (sicherer)
- Länge: Teleskop 60–135cm passt für die meisten; Faltstock auf Körpergröße abgestimmt kaufen
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